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Antikes Perlstickerei-Kästchen mit Rosen und Blumenkorb – Stickkarton, 19. Jahrhundert
Antikes Perlstickerei-Kästchen mit Rosen und Blumenkorb – Stickkarton, 19. Jahrhundert
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Rosen in drei Rottönen, ein Körbchen voller blauer Blüten, eine Fußschale mit Blumen: Jede Seite dieses kleinen Kästchens trägt ihr eigenes Blumenbild – gestickt aus winzigen Glasperlen, Stich für Stich durch gelochten Karton gezogen. Ein antikes Schmuckkästchen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in dem viele Stunden Handarbeit stecken.
Die Technik: Glasperlen auf Stickkarton
Die Seitenwände bestehen aus Stickkarton, einem fein gelochten Papier, das im 19. Jahrhundert gern als Grundlage für Handarbeiten verwendet wurde. Durch die Löcher wurde Perle für Perle gestickt, sodass kleine Bilder entstanden, die fast wie ein Mosaik wirken. Den Deckel bedeckt ein dichter Perlengrund in Blaugrau mit einem Kranz aus Rosen und Blättern. Geprägte, vergoldete Papierbordüren mit Blattranken fassen alle Flächen ein, den Deckelrand ziert ein dunkelblau bedrucktes Papier mit Spitzbogenmuster.
Vier Seiten, vier Bilder
- Vorderseite: Fußschale mit Blüten, links und rechts je eine rote Rose, unten blaue Blütenzweige
- Rückseite: Rosenbouquet in Rot, Rosa und dunklem Violett
- Schmalseiten: Körbchen mit blauen Blüten und kleinen Streublumen
- Boden: schwarzes Prägepapier mit Rocaille-Ranken
- Innen: hellgrünes, fein gestreiftes Futterpapier mit Medaillon und violetter Blüte
Maße und Eckdaten
- Länge: ca. 15 cm
- Breite: ca. 10 cm
- Höhe: ca. 10 cm
- Material: Karton, gelochter Stickkarton, Glasperlen, geprägtes Goldpapier, bedrucktes Papier
- Deckel: abnehmbar
- Datierung: zweite Hälfte 19. Jahrhundert
- Fundort: Flohmarkt Heidenreichstein, Waldviertel
Zustand – offen benannt
Das Kästchen wird so angeboten, wie es gefunden wurde, und ist nicht restauriert. Diese Spuren sind deutlich sichtbar:
- Im Mittelfeld des Deckels fehlen die Perlen fast vollständig, der Stickkarton liegt dort frei
- An der Rückseite und den Schmalseiten fehlen einzelne Perlen und kleine Motive, teils hängen lose Stickfäden
- Kanten von Deckel und Boden sind bestoßen und berieben, stellenweise hat sich das Papier gelöst
- An der Oberkante der Vorderseite ein kleiner Einriss in Karton und Goldbordüre
- Der Perlengrund des Deckels ist nachgedunkelt und matt geworden
- Innen dunkle Flecken am Boden, eine Ecke des Futterpapiers ist eingerissen
Die Fotos zeigen jede dieser Stellen aus der Nähe.
Pflege und ein guter Platz
Perlstickerei auf Karton braucht einen trockenen, ruhigen Platz – nicht in der direkten Sonne und nicht in feuchten Räumen. Zum Anheben am Boden fassen, nicht an den bestickten Wänden. Staub mit einem weichen Pinsel vorsichtig abnehmen, bitte ohne Wasser oder Reinigungsmittel.
In einer Vitrine, auf einer Kommode oder im Bücherregal zeigt das Kästchen, wie Handarbeit im 19. Jahrhundert aussah. Hineinlegen lassen sich leichte Dinge wie Briefe, Bänder oder kleine Andenken.
Preis gilt für 1 Stück. Versand aus Österreich, sorgfältig verpackt.
Heidenreichstein, der alljährliche Flohmarkt im Waldviertel. Papier und Glas sind nicht für die Ewigkeit gemacht – und doch haben sie in diesem Kästchen mehr als hundert Jahre gemeinsam überstanden. Wo die Perlen fehlen, wurde es wohl am häufigsten berührt. Vielleicht hält das Zerbrechliche am längsten, wenn jemand darauf achtgibt.
Perle für Perle bewahrt — Dinge mit Seele · VintageAustriaShop
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