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Antikes Kommunionsandenken 1897 – Chromolithografie mit Engeln im Hinterglas-Rahmen

Antikes Kommunionsandenken 1897 – Chromolithografie mit Engeln im Hinterglas-Rahmen

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Ein einziger Tag im April 1897, bewahrt auf Karton und hinter Glas: Dieses antike Kommunionsandenken aus Österreich hält die erste heilige Kommunion eines Mädchens fest. Farbige Chromolithografie, handschriftliche Eintragung und die originale Hinterglas-Rahmung in Schwarz und Gold sind bis heute beisammen geblieben.

Was die Karte zeigt

Über einem Sternenhimmel steht eine neugotische Monstranz mit der Hostie und dem Christusmonogramm IHS, umgeben von einem Lichtkranz. Vier Engel sind um sie versammelt: oben zwei gekrönte Engel, die Hände über der Brust gekreuzt oder zum Gebet gefaltet. Darunter trägt ein Engel mit einem Kranz aus Rosen im Haar ein dampfendes Weihrauchgefäß, gegenüber senkt ein Engel in goldenem Gewand das Gesicht ins Gebet. Die Goldtöne wurden mitgedruckt und schimmern noch heute.

Unter dem Bild steht in Frakturschrift der alte Lobspruch „Hochgelobt und gebenedeit sei das allerheiligste Sacrament des Altars“, darunter der Titel „Andenken an die erste heilige Communion“. Die vorgedruckten Zeilen wurden mit Feder in schwungvoller Schreibschrift ausgefüllt: Name, Pfarrkirche, das Datum 25. April 1897 und eine Unterschrift. Dieser Tag war der Weiße Sonntag jenes Jahres, der erste Sonntag nach Ostern, an dem die Erstkommunion traditionell gefeiert wurde.

Wie das Bild gerahmt ist

Die Karte liegt hinter einer Glasscheibe, deren Rückseite schwarz bemalt und mit feinen Goldlinien gezogen ist. Diese Hinterglastechnik, verwandt mit der französischen Verre églomisé, lässt nur ein Fenster für das Bild frei. Außen folgt ein schwarz gefasster Holzrahmen mit umlaufendem Rankenrelief und vergoldeter Innenleiste. Auf der Rückseite sitzen ein alter Kartonrücken, der von Hand eingeschlagene Nägel hält, und ein eiserner Aufhängering.

Zustand

  • Hinterglasmalerei: Die schwarze Farbschicht ist stellenweise abgeplatzt, am deutlichsten im unteren Feld, links oben und entlang des linken Kartenrandes. Dort scheint heller Untergrund durch. Die Goldlinien sind weitgehend erhalten.
  • Bildkarte: Farben und Gold gut erhalten, die Tinte der Handschrift ist verblasst, vereinzelt kleine Flecken und Staubpartikel.
  • Rahmen: Schwarze Fassung berieben, kleine Fehlstellen im Relief mit hellem Grund, feine Risse im Ornament, Vergoldung der Innenleiste abgenutzt, Gehrungsfuge oben links leicht geöffnet.
  • Rückseite: Originaler Kartonrücken, ein Nagel mit Rostspur, Aufhängering vorhanden.

Das Bild ist nicht restauriert und zeigt ehrlich, wie es die Zeit seit 1897 überdauert hat.

Maße und Daten

  • Rahmen: ca. 27 × 20 cm
  • Datierung: handschriftlich 25. April 1897
  • Technik: Chromolithografie mit Goldton, Hinterglasmalerei, Holzrahmen
  • Herkunft: Österreich

Wo es hingehört

An eine ruhige Wand im Arbeitszimmer, Flur oder Schlafzimmer, in eine Sammlung sakraler Andachtsbilder oder als Erinnerungsstück zwischen alten Familienfotos. Vor hellem Kalkputz oder dunklem Holz kommt das Schwarz-Gold besonders zur Geltung.

Versand

Versand aus Österreich. Wegen der Glasscheibe wird das Bild besonders sorgfältig und bruchsicher verpackt. Preis gilt für 1 Stück.

Gefunden auf dem Flohmarkt in Eisenstadt. Irgendwann nach jenem Weißen Sonntag hat eine Familie dieses Blatt gerahmt, damit ein einziger Tag nicht verloren geht. Die Tinte ist blass geworden, das Schwarz hinter dem Glas bröckelt, die Engel beten unbeirrt weiter. Was bleibt von einem Tag, wenn sich niemand mehr an ihn erinnert?

Ein Sonntag, unter Glas bewahrt — Dinge mit Seele · VintageAustriaShop

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