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Messing-Pfeffermühle im türkischen Stil – 11 cm, graviertes Schriftband, voll funktionsfähig
Messing-Pfeffermühle im türkischen Stil – 11 cm, graviertes Schriftband, voll funktionsfähig
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Die Mühle schraubt sich in zwei Teile auseinander, und im Zylinder sitzt sichtbar eine eiserne Mahlscheibe. Genau das unterscheidet ein benutztes Gerät von einem nachgemachten: Das Mahlwerk ist vollständig, es läuft, und im unteren Behälter liegt noch feiner dunkler Pfefferstaub von früher.
Aufbau und Bedienung
Oben sitzt eine runde Deckplatte mit geränkeltem Rand. Darauf die Kurbel mit gedrechseltem Knauf, gehalten von einer Sechskantmutter, daneben ein kleiner pilzförmiger Knopf als Anschlag. Schwenkt man die Platte zur Seite, gibt sie eine nierenförmige Einfüllöffnung frei; darunter steht die Gewindespindel des Mahlwerks. Bei dieser Bauart bestimmt die Mutter unter der Kurbel den Mahlgrad – fester gedreht mahlt feiner, lockerer gröber. Der bauchige Sockel fängt das Mahlgut auf und wird zum Entleeren abgeschraubt.
Das Schriftband
Um den Sockel läuft ein breites, tief eingearbeitetes Band mit kalligrafisch anmutenden Zeichen in arabischer Formensprache. Ob es sich um einen lesbaren Text oder um rein dekorative Schriftformen handelt, lässt sich am Objekt nicht entscheiden – bei Messinggerät dieser Art ist beides verbreitet. Wir behaupten deshalb keine Übersetzung. Der Zylinder darüber trägt mehrere fein eingedrehte Linienbänder, die Unterseite zeigt die konzentrischen Rillen der Drehbank.
Maße
- Höhe: 11 cm
- Größter Durchmesser am Sockel: 6,5 cm
- Material: massives Messing, Mahlwerk aus Stahl
- Gewicht: für die Größe schwer, liegt satt in der Hand
Zustand
Voll funktionsfähig, alle Teile vorhanden und beweglich, die Kurbel läuft rund. Keine Dellen. Im Messing feine Kratzer, warme Patina und kleine dunkle Punkte, wie sie bei altem Messing entstehen; oben am Kurbelknauf eine kleine korrodierte Stelle. Im Auffangbehälter alte Gewürzrückstände – wir haben sie bewusst nicht ausgewaschen, sondern zeigen sie auf den Fotos. Nichts poliert, nichts überarbeitet.
Vor dem ersten Gebrauch
Beide Teile auseinanderschrauben, Behälter und Mahlwerk trocken ausbürsten, Reste der alten Gewürze ausklopfen. Anschließend eine kleine Menge Pfeffer durchmahlen und wegwerfen – danach schmeckt der nächste Durchgang sauber. Messing selbst verträgt warmes Wasser und ein weiches Tuch; das Mahlwerk sollte trocken bleiben, sonst setzt es Rost an.
Herkunft
Gefunden haben wir die Mühle am alljährlichen Flohmarkt in Heidenreichstein im Waldviertel. Gebaut wurde sie nicht hier: Form, Gravur und Mechanik entsprechen den Mühlen, wie sie in der Türkei und im östlichen Mittelmeerraum für Pfeffer, Gewürze und Kaffee gefertigt werden. Wie sie nach Niederösterreich gekommen ist, wissen wir nicht.
Versand
Versand aus Österreich, sorgfältig verpackt. Preis gilt für 1 Stück.
Heidenreichstein, der alljährliche Flohmarkt, an einem Septembermorgen. Eine Mühle, die von weit her gekommen ist, um auf einem Klapptisch im Waldviertel zu landen, und niemand dort konnte die Zeichen auf ihrem Bauch lesen. Im Behälter liegt noch dunkler Pfefferstaub, trocken und fein – der Rest aller Abende, an denen sie wirklich gebraucht wurde. Was heute noch funktioniert, ist selten das, was man geschont hat.
Messing, das noch mahlt — Dinge mit Seele · VintageAustriaShop
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